Neun Seen in rund hundert Kilometern: Die Neuseenland-Radroute führt als große Rundfahrt durch die ehemalige Tagebaulandschaft südlich von Leipzig. Wer am Hainer See in den Ferienwohnungen HAUS IM SCHILF übernachtet, kann sich direkt auf den Sattel schwingen und losrollen.
Die Seen des Leipziger Neuseenlands sind aus alten Braunkohletagebauen entstanden. Die Neuseenland-Radroute fädelt neun dieser jungen Gewässer zu einem Rundkurs zusammen und macht dabei den Strukturwandel der Region sichtbar – vom stillgelegten Tagebau zur Urlaubsregion. Auf 100 km erfährt man, wie die Landschaft mit Leipzigs Industriegeschichte verwoben ist. Die Wege sind flach und gut ausgeschildert, asphaltiert oder fein geschottert. Damit ist die Route auch für Hobby-Radfahrer ein schöner Ausflug.
Die Neuseenland-Radroute ist als Rundweg angelegt. Starten kann man also an jedem Punkt der Tour. Von den Ferienwohnungen im HAUS IM SCHILF am Hainer See kann man direkt ab der Haustür losfahren und ist in ein paar Metern schon auf der Route.
Der Hainer See liegt zwischen dem Kahnsdorfer und dem Haubitzer See. Wer im Uhrzeigersinn startet, hat den ruhigen Südteil mit Borna und den unbekannteren Haselbacher und Groitzscher See vor sich. Die belebteren Seen wie den Cospudener und Störmthaler See erreicht man gegen den Uhrzeigersinn.
Die Radtour ist vor allem im Sommer ein absolutes Highlight – nach einigen Kilometern und zwischendurch lädt immer das glasklare frische Wasser zu einer Abkühlung ein.
Vom Hainer See aus sind es ca. 10 km nach Borna. Die Kleinstadt begeistert Radfahrer mit einer kleinen, aber feinen Altstadt. Neben der Marienkirche steht hier die Emmauskirche, die 2009 als einziges Gebäude des abgebaggerten Dorfes Heuersdorf vor dem Tagebau gerettet und nach Borna versetzt wurde. Weiter westlich führt die Route am Haselbacher See vorbei, dessen breite Sandstrände dazu einladen, die Füße kurz ins Wasser zu stecken.
Nach der Ortschaft Lucka und dem Groitzscher See hangelt sich die Route an kleinen Dörfern und Weilern im Neuseenland entlang, bis sie den Zwenkauer See erreicht.
Der südliche Teil der Route ist der ruhigere Teil der Runde – für alle, die die Landschaft ganz entspannt auf sich wirken lassen möchten.
Ab Zwenkau beginnt die nördliche Etappe: das bekanntere Gesicht des Leipziger Neuseenlands. In diesem Abschnitt reihen sich die großen Tagebauseen aneinander, die nur wenige Kilometer südlich von Leipzig liegen und im Sommer gut besucht sind. Am Wochenende trifft man auf Spaziergänger, Badegäste und viele andere Radfahrer.
Vom Ufer des Zwenkauer Sees rollt man zum Cospudener See und passiert hier den längsten Sandstrand Sachsens. In Markkleeberg warten dann zahlreiche Möglichkeiten zur Einkehr, aber auch herrschaftliche Villen und Bauten wie das Weiße Haus im agra-Park. Bekannt ist die Stadt zudem für den Kanupark Markkleeberg, eine der größten künstlichen Wildwasseranlagen Europas. Weiter östlich schließt sich an den Markkleeberger der Störmthaler See an – und mit ihm zwei echte Highlights der Region. Im Bergbau-Technik-Park stehen Original-Exponate aus dem ehemaligen Tagebau Espenhain: gewaltige Schaufelradbagger und Bandabsetzer. Die Tagebau-Großgeräte sind schon von weitem an den Ufern zu sehen. Die zweite Sehenswürdigkeit ist der schwimmende Kirchturm VINETA. Das begehbare Kunstwerk mitten auf dem Störmthaler See erinnern an das vom Bergbau abgerissene Dorf Magdeborn.
Für uns beginnt ein guter Radtag direkt vor der eigenen Tür. Die Neuseenland-Radroute führt am HAUS IM SCHILF vorbei und wer abends von einer Etappe zurückkommt, tauscht den Sattel gegen die Terrasse mit Seeblick. Unsere Adults-only-Ferienwohnungen sind bewusst auf Erholung ausgelegt: Alle Wohnungen sind nach Süden ausgerichtet und liegen sich nur ca. 100 m vom Hainer See. Radequipment und Radständer finden sich hier ebenso wie eine entspannte Auszeit nach einem Tag an der frischen Luft.
Die Strecke passt für ambitionierte Tagestouren ebenso wie für entspannte Halbtagesausflüge mit dem Rad. Die Gesamtlänge liegt bei 95 bis 100 Kilometern. Als Rundkurs lässt sie sich in beide Richtungen ab jedem Punkt starten. Drei Varianten für Gäste am Hainer See:
Erstens: die große Runde am Stück. An langen Sommertagen lässt sich die Route in einer sportlichen Tagestour bewältigen – die passende Wahl für ambitionierte Aktivurlauber.
Zweitens: die Zweitagestour mit Zwischenstopp. Wer es gemütlicher angehen möchte, teilt die Strecke in zwei Etappen und übernachtet dazwischen im HAUS IM SCHILF am Hainer See. Ein kurzer Radurlaub, an den man sogar noch ein paar Badetage anhängen oder einschieben kann.
Drittens: kurze Runden ab dem Hainer See. Vom HAUS IM SCHILF aus lassen sich auch einzelne Abschnitte herauspicken, bei denen man abends wieder ins HAUS IM SCHILF zurückkehrt. Eine halbe Tagestour führt etwa zum Störmthaler See und zurück, eine längere bis zum Cospudener See. Weil die Route ein Netz aus Verbindungswegen bildet, lässt sich die Länge frei wählen. Eine flexibler Radurlaub, bei dem man selbst entschiedet, ob heute ein Tag auf dem Sattel ansteht.
Bei der Neuseenland-Radroute erlebt man auf 100 Kilometern, wie aus stillgelegten Tagebauen eine weite Seenlandschaft geworden ist. Neben der Leipziger Industrialisierungsgeschichte macht auch die abwechslungsreiche Landschaft aus Seen, Dörfern und Feldern die strecke interessant. Der flache und gut ausgeschilderte Rundkurs eignet sich auch für Hobby-Fahrradfahrer, die einen entspannten Urlaub genießen möchten. Wer vom HAUS IM SCHILF startet, kann morgens direkt loslegen – und landet abends vielleicht wieder auf der Terrasse mit Seeblick.
Boris Janda kennt das Leipziger Neuseenland seit den 1990er-Jahren und hat den Wandel der Tagebaue zu Seen aus nächster Nähe begleitet. Als Mitbetreiber des HAUS IM SCHILF und begeisterter Radfahrer ist er die Seen oft selbst entlanggefahren. Dabei genießt er nicht nur die schöne Landschaft und flachen Wege, sondern auch die kulturellen Highlights unterwegs.