Auf einen Blick

  • Freilichtmuseum zur Braunkohle-Industriekultur im Leipziger Neuseenland
  • Highlights: Schaufelradbagger 1547 und Absetzer 1115 – zusammen rund 3.700 Tonnen Stahl-Konstruktion
  • 23 Stationen erklären Gewinnung, Transport und Rekultivierung
  • Geöffnet von Mitte März bis Mitte November
  • Führungen: am Wochenende und feiertags i. d. R. 11:00 Uhr (ca. 90 min)
  • Von den Ferienwohnungen im HAUS IM SCHILF am Hainer See aus liegt das Erlebnisziel nur eine kurze Autofahrt entfernt – ideal als Ausflug zwischen Seetag und Leipzig-Bummel
Der Bergbau-Technik-Park im Leipziger Neuseenland

Wo früher riesige Tagebau-Löcher die Landschaft zerklüfteten, liegt heute das Leipziger Neuseenland. Zwischen dem Markkleeberger und der Störmthaler See zeigt der Bergbau-Technik-Park anhand originaler Großgeräte den landschaftlichen Wandel.

Braunkohle-Tagebau: Von der Mondlandschaft zum Freilichtmuseum

Die Giganten: Bagger 1547 und Absetzer 1115

Schon aus der Ferne wird klar, warum der Bergbau-Technik-Park so beeindruckt: Als Herzstücke ragen der Schaufelradbagger 1547 und der Absetzer 1115 aus der Landschaft. Der Schaufelradbagger wiegt rund 1.300 Tonnen und zählt damit zu den größten Baggern weltweit. Seine Förderkapazität lag im Durchschnitt bei etwa 3.000 Kubikmetern Abraum pro Stunde. Der Absetzer bringt rund 2.400 Tonnen auf die Waage. 

Ergänzt wird das Ensemble u.a. durch eine E-Lok mit Abraum- und Kohlewagen, eine Bandanlage und eine Gleisrückmaschine. Die riesigen Maschinen kamen unter anderem im Tagebau Espenhain zum Einsatz. Heute geben sie Besuchern einen eindrucksvollen Blick in die Vergangenheit des Leipziger Neuseenlands.

In 23 Stationen durch den Tagebau

Auf mehr als 5 Hektar ist der Park als chronologischer Rundgang angelegt. An ca. 23 Stationen folgt man dem kompletten Förderzyklus: Von der Vorbereitung des Vorfelds über Abraum- und Kohlegewinnung bis zur Sanierung und Bergbau-Folgelandschaft. Von Mitte März bis Mitte November könnt ihr den Tagebau-Giganten einen Besuch abstatten. 

Mehr als Maschinen: Menschen, Orte, Erinnerung

Tagebau hatte auch einschneidende Folgen für die Gesellschaft und Menschen vor Ort. Ein eigener Bereich erinnert an Heimatverlust und das Verschwinden ganzer Dörfer. 

Wer tiefer einsteigen möchte, nutzt die Führungen am Wochenende und an Feiertagen, die oft von Zeitzeugen geführt werden. 

Die Technik wird so präsentiert, dass Besucher einen lebendigen Eindruck von einem Braunkohletagebau erhalten.
Leipziger Volkszeitung

Warum das zum Aufenthalt am Hainer See passt

Das Leipziger Neuseenland ist eine Landschaft des Wandels: Viele Seen entstanden aus stillgelegten Tagebauen. Auch der Hainer See war ursprünglich ein Tagebaurestloch. Heute beeindruckt er als Urlaubsoase, an deren Ufer das HAUS IM SCHILF mit Seeblick und bewusstem Rückzugs-Charakter liegt.

Unsere Haltung als Betreiber vom HAUS IM SCHILF

Ursprünglich kommen die vier Betreiber (Boris, Jörg, Nina und Birgitt) aus Bayern. Die industrielle Form von Landschaftswandel kennen sie so nicht – und finden die Geschichte des Leipziger Neuseenlands deshalb besonders faszinierend. Die Vergangenheit des Hainer Sees ist vor Ort kaum noch zu erkennen. Ein Blick in den Berg-Bau-Technik-Park ist daher besonders spannend.

Fazit

Der Bergbau-Technik-Park ist eine eindrucksvolle Zeitreise: 23 Stationen, gigantische Großgeräte und viel Kontext zum Wandel vom Tagebau zur Freizeitlandschaft. Gäste im HAUS IM SCHILF finden darin ein vielseitiges Ausflugsziel für ihren Urlaub. Ein Ort, der nicht nur Technikfans begeistert, sondern alle, die das Leipziger Neuseenland besser verstehen wollen.

Über den Autor

In den 90ern lernte Boris das Leipziger Neuseenland kennen und lieben. Am Hainer See fasziniert ihn bis heute die Spuren des Wandels: Aus industrieller Prägung wurde eine Landschaft voller Wege, Wasser und Geschichten. 

Leipziger Neuseenland Ferienwohnung am See
Leipziger Neuseenland Ferienwohnung am See
Leipziger Neuseenland Ferienwohnung am See
Leipziger Neuseenland Ferienwohnung am See