Auf einen Blick

  • Mittelalterliche Gänge aus dem 11. Jahrhundert
  • Früher Lebensmittellagerung und Schutzräume für die Stadtbewohner
  • Im Zweiten Weltkrieg Luftschutzbunker für rund 200 Personen
  • Führungen samstags von 14–17 Uhr sowie nach Voranmeldung, inkl. Weinführungen
  • Nur rund 25 Minuten vom HAUS IM SCHILF entfernt – ideal für einen Tagesausflug
Ein Ausflug unter die Erde

Wer im Urlaub tief in die Vergangenheit eintauchen will, ist in Geithain genau richtig. Die kleine Stadt liegt in der Nähe von Leipzig und verbirgt ein jahrhundertealtes Labyrinth aus Gängen und Hohlräumen unter der Erde.

Geithains verborgene Unterwelt

Was versteckt sich unter Geithains Straßen?

Die unterirdischen Tunnel in Geithain entstanden wahrscheinlich Mitte des 11. Jahrhunderts bereits bei der Stadtbildung. Al s die Nikolaikirche erbaut wurde, entstanden vermutlich auch Keller für benachbarte Wohnhäuser.

Heute bilden die Gänge einen geschlossenen Ring unter dem Kirchberg und dem Zollhaus. 412 Meter davon sind begehbar, an manchen Stellen sind die Tunnel nur 1,10 m hoch.

Der Kühlschrank aus dem Mittelalter

Die meisten Fachwerkhäuser hatten damals keine richtigen Keller. Um Lebensmittel zu kühlen und zu lagern, wurden stattdessen kleine Gruben im Hausflur angelegt. Um größere Mengen aufzubewahren, beschloss der Rat der Stadt, größere Räume im Fels anzulegen. Dazu ließ er eigens Bergleute aus Freiberg oder Schneeberg kommen. Die beiden Städte waren damals mindestens eine Tagesreise entfernt und sind noch heute für den Silberbergbau bekannt. 

Die Stadt ist ein Paradies für all diejenigen, die ein Faible für Keller, Tunnel und dunkle Gewölbe haben.
Leipziger Volkszeitung

Vom Fluchtweg zum Bunker

Die Gänge dienten aber nicht nur als mittelalterlicher Kühlschrank, sondern auch als Schutzraum. Ein Gang führte von der Stadt bis zum Zollhaus, das damals außerhalb der Stadtmauer lag. Der Tunnel diente als Fluchtweg im Falle eine Belagerung. 
Im zweiten Weltkrieg wurden die Gänge schließlich auch als Luftschutzbunker genutzt.

Weinverkostung in der Tiefe

Wer Lust hat, sich das Ganze aus der Nähe anzuschauen: Geithain ist knapp 50 km von Leipzig entfernt. Vom HAUS IM SCHILF am Hainer See ist man sogar noch näher. In circa 25 Minuten erreicht man Geithain mit dem Auto.

Das Heimatmuseum bietet Gruppenführungen ab 5 Personen an. Ein Highlight: Bei Voranmeldung werden auch exklusive Weinführungen mit sächsischen Weinen angeboten. Ein besonderes Angebot für alle, die kulinarischen Genuss mit einem echten Erlebnis verbinden wollen.

Unsere Haltung als Betreiber vom HAUS IM SCHILF

Wir lieben die Region rund um Leipzig – nicht nur wegen ihrer Seen und Naturräume, sondern auch wegen der vielen überraschenden Orte, die man hier entdecken kann. Die unterirdischen Gänge von Geithain gehören für uns zu einem der ungewöhnlichsten Ausflugziele in der Region um Leipzig. Gerade im Sommer, wenn man am Strand des Hainer Sees oder auf den Terrassen im HAUS IM SCHILF in der Sonne baden kann, sind die Gänge eine willkommene kühle Abwechslung im Urlaub.

Zu den Ferienwohnungen

Fazit

Die unterirdischen Gänge von Geithain sind ein außergewöhnliches Ausflugsziel – nicht nur für Urlauber im Leipziger Neuseenland. In den Gängen lernt man eine andere Perspektive auf den sächsischen Bergbau kennen und erfährt, wie viel die Region unter Tage zu bieten hat. 

Über den Autor

Boris Janda entdeckte die Leipziger Region schon in den 90er-Jahren für sich. Was ihn seitdem begeistert, sind nicht nur die Leipziger Seen. Sondern auch die besser versteckten kulturellen Orte, die man hier entdecken kann. 

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