Leipzig und Friedrich Schiller – das ist eine Geschichte von Freude, Inspiration und Aufbruch. 1785 verbrachte der 25-Jährige hier den Sommer und die vielleicht leichteste Zeit seines Lebens. Nach einer Zeit der Sorgen, Krankheit und Flucht schloss er in Leipzig neue Freundschaften – und fand wieder zurück zu sich selbst.
Als Friedrich Schiller im Frühjahr 1785 in Leipzig ankam, war er durch sein Drama „Die Räuber" bereits in ganz Deutschland bekannt. Doch nicht alle waren darüber erfreut. Als er das Drama schrieb, studierte Schiller noch unfreiwillig an der Militärakademie von Fürst Karl Eugen – er sollte Militärarzt werden. Nach der Aufführung darf Schiller nur noch medizinische Schriften verfassen. Er flieht und wird damit zum Deserteur.
Darauf folgte eine turbulente Zeit. Schiller lebte unter falschem Namen, um sein Leben zu schützen. Ein Theatervertrag in Mannheim scheiterte aufgrund längerer Krankheit, Schiller versank in Schulden und fiel in eine Schaffenskrise. In dieser Situation erreichte ihn ein Schreiben: Vier junger Fans – sein späterer Vertrauter Christian Gottfried Körner, dessen Freund Ludwig Ferdinand Huber sowie die Schwestern Dora und Minna Stock – luden ihn nach Leipzig ein.
Anfang Mai 1785 zog Schiller ins damalige Dorf Gohlis – heute ein Stadtbezirk in Leipzig. Damals war Gohlis eine beliebter Sommeraufenthalt für Leipziger Bürger – eine grüne Idylle vor den Toren Leipzigs. Schiller fand hier die gedankliche Auszeit, um wieder kreativ zu werden. Er schrieb am zweiten Akt seines Dramas „Don Carlos" und überarbeitete das Stück „Fiesco". Außerdem verfasste er hier sein vielleicht berühmtestes Gedicht: Die erste Fassung seiner Ode „An die Freude". Das Gedicht wurde später unter anderem von Franz Schubert und Ludwig van Beethovens vertont. Heute ist Beethovens instrumentale Fassung in der 9. Sinfonie auch als offizielle Europahymne bekannt.
In meinem Leben erinnere ich mich keiner so innigen prophetischen Gewissheit, wie diese ist, daß ich in Leipzig glücklich seyn werde.
Am Ende des Sommers hatte sich die Situation völlig verändert. Schiller reiste am 11. September 1785 mit seinem Freund und Mäzen Christian Gottfried Körner weiter nach Dresden und blieb dort zwei Jahre als Gast auf dessen Weinberg. Nur kurze Zeit später wurde zum Professor in Jena ernannt. Im Laufe seines Lebens kehrte Schiller mehrfach nach Leipzig zurück – zuletzt 1801 für die Aufführung seiner „Jungfrau von Orleans“.
Das schlichte Bauernzimmer, das Schiller in Gohlis gemietet hatte, steht noch heute. Das Haus wurde 1717 erbaut und ist damit das älteste erhaltene Bauernhaus in Leipzig – und Deutschlands älteste Literaturgedenkstätte. Wiederentdeckt hat den Ort der Theatersekretär Robert Blum. Er gründete im 19. Jahrhundert den Schillerverein. Dieser kaufte das Haus samt Grundstück, als es 1856 abgerissen werden sollte.
Heute ist im Schillerhaus eine permanente Ausstellung untergebracht und im Sommer finden im Garten Theateraufführungen und Konzerte statt.
Schiller suchte in Leipzig das, was wir unseren Gästen am Hainer See ebenfalls gerne bieten: Abstand vom Alltag, Raum zum Aufatmen, ein Ort, an dem man sich fallen lassen kann. Und an dem man vielleicht den eigenen Götterfunken findet.
Wer nach Schiller in Leipzig sucht, findet die Geschichte eines Menschen, der in den Wirren seiner Zeit nach Freiheit sucht – und in Leipzig Unterstützung, Erholung und neue Inspiration findet. Wer diesem Gefühl selbst nachspüren möchte, hat im HAUS IM SCHILF am Hainer See ideale Bedingungen. Die ruhigen Ferienwohnungen sind nur 20 Autominuten von Leipzig entfernt – entspannende Natur, kulturelle Anregungen und Schillers Geschichte liegen zum Greifen nah.
Das Leipziger Neuseenland begeistert Boris bereits seit den 90ern. Mit dem HAUS IM SCHILF am Hainer See möchte er seinen Gästen eine Auszeit vom Alltag ermöglichen und sie für eine Region zu begeistern, die auch literarisch viel zu bieten hat.