Auf den Spuren des technischen Wandels

Industriekultur Sachsens erleben

Industriekultur ist die Summe der baulichen Relikte, technischen Artefakte und immateriellen Traditionen des Industriezeitalters, also sozusagen das Erbe der Industrialisierung.

In kaum einer anderen Region Deutschlands ist sie in so vielen beeindruckenden Beispielen und Variationen erhalten, wie in Sachsen und – ganz besonders – im Leipziger Neuseenland. Nirgendwo gibt es mehr Technikmuseen und -sammlungen an Originalschauplätzen zu sehen, wie hier.

Funktionsfähige Mega-Maschinen und Anlagen machen Technik nicht nur verstehbar, sondern auch spürbar – vom Zittern in der Magengrube bis zur Gänsehaut. Dauer- und Sonderausstellungen sowie Veranstaltungen zu spannenden Spezialthemen bieten eine hohe Informationsdichte – kombiniert mit viel Unterhaltung. So wird Industriekultur zum Erlebnis für die ganze Familie – auch für die Kleinen.

 

Werk 2 – Kulturfabrik Leipzig

Industriekultur Leipzig Werk 2 Hof
Werk 2 Hofansicht; Quelle: Werk 2, Fotograf: Falk Johnke
Industriekultur Leipzig Werk 2 Halle A
Werk 2 Halle A Impressionen; Quelle: Werk 2

Das WERK 2 ist ein soziokulturelles Zentrum und bedeutender Veranstaltungsort in der Kulturszene Leipzigs. Es wurde 1848 als Fabrik für Gasmessanlagen im Leipziger Stadtteil Connewitz gegründet.

In der Gründerzeit war es üblich, Fabrikgebäude mit sakralen Elementen zu versehen. So ahmte man mit dem Bau der Halle A (1868) eine dreischiffige Basilika nach.

Die um die Hälfte kleinere Halle D wurde 1897 mit einem Sägezahndach erbaut. Sie wurde auf gemauerten Pfeilern errichtet, die bis zu 8,00 m ins Erdreich abgesenkt worden waren. Eine absolute Innovation in der damaligen Zeit.

1990 wurde die Produktion stillgelegt. 1996 erwarb die Stadt Leipzig das Areal und begann mit der behutsamen, schrittweisen Sanierung und Umnutzung zum Veranstaltungsort. Der Grundstein für das größte Soziokulturelle Zentrum in Sachsen war gelegt.

 

Das Werk 2 beherbergt heute Werkstätten (Keramik, Glasbläserei, Grafikdruck), Büros, Gruppen und Vereine (Senioren Computer Club, Gesellschaft für Völkerverständigung etc.) sowie Künstlerateliers.

Das Veranstaltungsspektrum ist breit gefächert und bietet ein vielfältiges Kursangebot und beeindruckendes Line-up von interessanten Bands von internationaler Bedeutung.

Außerdem dient das WERK 2 den Leipziger Cammerspielen, dem jährlichen Wave-Gotik-Treffen und der Pop-Up-Musikmesse als Austragungsort mit kultigen Ambiente.

Werk 2 – Kulturfabrik Leipzig

Entfernung vom HAUS IM SCHILF: 21 km

  • Mit dem Rad ≈ 1 h
  • Mit dem Auto ≈ 25 Min

Leipziger Baumwollspinnerei

Die Leipziger Baumwollspinnerei ist ein 10 Hektar großes Werksgelände und weiteres ikonisches Bauwerk aus der Gründerzeit und Industrialisierung.

Zum Ende des 19. Jahrhunderts war es wirtschaftlich sinnvoll, Baumwollgarne nicht mehr nach Deutschland zu importieren, sondern selbst herzustellen.

1884 gegründet, entwickelte sich das Werk binnen eines Vierteljahrhunderts zur größten Baumwollspinnerei Kontinentaleuropas.

Im Jahr 2000 wurde der Betrieb des Werks eingestellt, 2001 kauften vier Enthusiasten das Werk und führten es einer neuen Nutzung zu.

Handwerker, Freiberufler, Individualisten und vor allem Kunstschaffende siedelten sich seither auf dem Areal an. Viele Künstler, die der „Neuen Leipziger Schule“ zugerechnet werden, waren Pioniere der Revitalisierung.

Rund 100 Künstler leben und arbeiten heute hier und (u.a.  Neo Rauch, Rosa Loy, Matthias Weischer und Jim Whiting). Zwölf namhafte Galerien internationaler Bedeutung haben sich hier niedergelassen (u.a. EIGEN + ART aus Leipzig, Galerie Pierogi aus Brooklyn und die Galerie Fred aus London).

Seit 2005 werden Rundgangs- Wochenenden (mit weit über 10000 Besuchern) sowie zusätzlich Führungen für Gruppen und Einzelpersonen angeboten.

Leipziger Baumwollspinnerei

Entfernung vom HAUS IM SCHILF: 25 km

  • Mit dem Rad ≈ 1 h 15 Min
  • Mit dem Auto ≈ 30 Min

Panometer Leipzig

Im riesigen ehemaligen historischen Gasspeicher in Leipzig werden seit 2003 die größten 360°-Panoramen der Welt präsentiert. Die gigantischen Rundbilder des Berliner Künstlers und Architekten Yadegar Asisi haben eine Dimension von 32 m Höhe und über 100 m Umfang. Sie entführten schon mehrere Millionen Besucher in die Welt des Mount Everest, ins antike Rom, in den tropischen Regenwald oder in die Unterwasserwelt des Great Barrier Reefs.

Ab April 2022 ist erstmals das 360°-Kunstwerk NEW YORK 9/11 im Panometer zu sehen. Weitere Panoramen sind in Planung und werden auch in Zukunft als Weltpremieren in Leipzig gezeigt.

Panomter Leipzig

Tapetenwerk Leipzig

Die historische Tapetenfabrik wurde in der Gründerzeit 1883 in Betrieb genommen und war bald der zweitgrößte Tapetenhersteller Deutschlands.

In der DDR-Zeit wurde das Werk verstaatlicht. In neue Maschinen wurde über Jahrzehnte hinweg ebenso wenig investiert, wie in den Erhalt der Bausubstanz.

2006 wurde das Tapetenwerk von zwei Architekten übernommen. Sie legten viel Wert darauf, die Bausubstanz zu ertüchtigen und den Charakter und die Authentizität dieses besonderen Gebäudes zu erhalten.

Heute locken Workshops und wechselnde Ausstellungen Kreative und Kunstfreunde ins Tapetenwerk. Für Architekturinteressierte ist ein Rundgang durch die Gründerzeitfabrik zu empfehlen.

Im Frühjahr und Herbst finden Kunstauktionen statt. Auch karitative Veranstaltungen werden hier durchgeführt und die Erlöse gemeinnützigen Projekten zugeführt.

Ganzjährig finden Ausstellungen und Workshops in der Halle C01 statt, die als Präsentations- und Kommunikationszentrum für junge Kreative und Kunstprojekte dient.

www.tapetenwerk.de

Entfernung vom HAUS IM SCHILF: 25 km

  • Mit dem Rad ≈ 1 h 15 Min.
  • Mit dem Auto ≈ 30 Min.

Kunstkraftwerk Leipzig

Um 1900 von der Großen Leipziger Straßenbahngesellschaft in Betrieb genommen, lieferte das „Kraftwerk II.“ lange Zeit Bahnstrom für die Straßenbahnstrecken im Leipziger Westen.

Von 1964 bis 1992 diente es als Heizwerk zur Versorgung der Industriebetriebe im Leipziger Westen mit Dampf und Heißwasser.

Seit 2016 profiliert sich das Kunstkraftwerk Leipzig als europäischer Hotspot für digitale Kunst und virtuelle Realität. Die Ausstellungen und Events ziehen seither hunderttausende Besucher aus dem In- und Ausland an.

Die Kunstprojekte korrespondieren auf beeindruckende Weise mit dem industriellen Umfeld. Verschiedene Kunstformen und Technologien werden dabei verknüpft. Kunstwerk und Künstler beziehen die Betrachter in die Interaktion mit ein.

Für raumgreifende Erlebnisse mit Gänsehaut-Effekt sorgt das größte Videoprojektionssystem Deutschlands.

Kunstkraftwerk Leipzig 

Alte Messe Leipzig

Die Leipziger Messe ist Ort und Veranstalter von Fach- und Publikumsmessen mit internationaler Strahlkraft.

Die Historie lässt sich bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgen. Damit ist die Leipziger Messe die älteste Messe der Welt.

In Leipzig fand 1895 die weltweit erste Mustermesse statt, ein Konzept, das hier erfunden wurde. Es löste die traditionelle Warenmesse durch Musterschauen ab und machte Leipzig zum Welthandelsplatz.

Seit 1917 erinnert das Doppel-M als Markenzeichen der Leipziger Messe an diese bahnbrechende Neuerung.

Nach 1945 entwickelte sich die Leipziger Messe mit ihren Universalmessen im Frühjahr und Herbst auch zur wichtigen Instanz im Ost-West-Handel.

Heute gehört die Leipziger Messe zu den zehn führenden deutschen Messegesellschaften und zu den TOP 50 weltweit. Auf dem riesigen Gelände finden jährlich mehr als 270 Veranstaltungen – Messen, Ausstellungen, Kongresse und Events – mit mehr als 15.500 Ausstellern und über 1,2 Millionen Besuchern aus aller Welt statt.

Besucher der Leipziger Messe erwartet ein Messegelände mit fortschrittlicher Infrastruktur, beeindruckender Architektur, exzellenter Ausstattung, vielfältigen Möglichkeiten und idealer Verkehranbindung.

Leipziger Messe

Entfernung vom HAUS IM SCHILF: 43 km

  • Mit dem Rad ≈ 1 h 35 Min
  • Mit dem Auto Auto ≈ 35 Min

Impressionen der Leipziger Industriekultur

Alte Messe Leipzig / Technische Messe Leipzig       

  • Ehemalige Nutzungen
    • Erbaut: 1913 / 1920
    • Funktion: Fachmesse für technische Güter
    • Messe, Technik, Wirtschaft, Verbraucher
  • Heutige Nutzungen
    • Nutzung in den Bereichen Wissenschaft / Biotechnologie / Gesundheit, Entertainment / Sport / Kultur / Gastronomie sowie Handel und Automeile
    • Von den Messehallen bzw. Ausstellungsgebäuden sind nur noch zehn Objekte vorhanden, die sich architektonisch unterscheiden. Das markante Doppel-M befindet sich am Nordtor (Prager Straße) 
    • Deutscher Platz 4, 04103 Leipzig

​​​​​​​Alte Messe Leipzig / Technische Messe Leipzig

Alte Messe Halle 16 „PANTHEON“

  • Ehemalige Nutzungen
    • Erbaut: 1913
    • Funktion: Ausstellungshalle für die „Internationale Baufach-Ausstellung“ (IBA)
    • Messe, Technik, Wirtschaft, Verbraucher
  • Heutige Nutzungen
    • Eventlocation „Volkspalast/Eventpalast“
    • ehrwürdige Bau, dessen Kuppel einen größeren Durchmesser als der Petersdom hat.
    • Puschstraße 10, 04103 Leipzig

Alte Messe Halle 16 „PANTHEON“

Messehaus Specks Hof

  • Ehemalige Nutzungen
    • Erbaut: 1908, Specks Hof 
    • Funktion: Mustermessehaus
  • Heutige Nutzungen
    • Geschäftshaus mit Büros und Einzelhandel, Dienstleistungen, Gastronomie
    • Prachtvolle Fassade mit Pilastern, Erkern, Balustraden und zahlreichen Kunstwerken
    • Reichsstraße 4, 04109 Leipzig

Messehaus Specks Hof

Hansahaus (ehemaliges Messehaus)

  • Ehemalige Nutzungen
    • Erbaut: 1904–1906, Messehaus Hansahaus
    • Funktion: Handel/Messewesen, Gastronomie, Dienstleistungen/Handwerk
  • Heutige Nutzungen
    • Bis 1997 umgebaute Fläche ca. 6.000 m²
    • Geschäftshaus mit Büros und Geschäften des Einzelhandels
    • Ein Untergeschoss, sechs Büroetagen und einer Passage im Erdgeschoss. 
    • Mitlleres Portal des Gebäudes mit Stahl-/Glaskonstruktion überdachten 600 m² großen, weiß-grün-gekachelten Lichthof
    • Steinerne Merkurköpfe als Symbole des Handels über den im Jugendstil gestalteten Türen auf die Handelstradition  
    • Klangbrunnen im Zentrum, der einer chinesischen Klangschale aus der Ming-Dynastie 
    • Grimmaische Straße 13–15, 04109 Leipzig

Hansahaus (ehemaliges Messehaus)

HASAG – Hugo Schneider AG

  • Ehemalige Nutzungen
    • Erbaut: 1897 bis 1945
    • Funktion: Lampen- und Metallwarenfabrik
    • 1939: Munitionsproduktion für die Wehrmacht
  • Heutige Nutzungen
    • Größtenteils gesprengt, nur die Hauptverwaltung und die Lehrwerkstatt sind erhalten
    • Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig
    • Standort des Umweltforschungszentrums und anderer Firmen
    • 04318 Leipzig, Permoserstraße 15
  • HASAG – Hugo Schneider AG

VEB Drehmaschinenwerk Leipzig / Pittler AG

  • Ehemalige Nutzungen
    • Erbaut: 1889
    • Funktion: Metallindustrie / Maschinenbau
    • Unternehmen zur Herstellung von Werkzeugmaschinen, insbesondere Pittler-Revolverdrehbänke und Ein- und Mehrspindel-Automaten
  • Heutige Nutzungen
    • Nach Leerstand und Verfall seit 1996 wird das Gebäude seit 2018 wieder genutzt und die Entwicklung zu einem nachhaltigen kulturellen Treffpunkt angestrebt
    • Pittlerstr. 26, 04159 Leipzig
  • VEB Drehmaschinenwerk Leipzig / Pittler AG

Wendische Höfe

  • Ehemalige Nutzungen
    • Erbaut: 1898, Theodor Kniesche Rauchwarenfabrik (KG)
    • Funktion: Konsumgüter, Pelzverarbeitung
  • Heutige Nutzungen
    • Gaststätte Fachwerk 
    • Wendische Höfe (Wohnanlage)
    • Rittergutstraße 11, 04159 Leipzig
  • Wendische Höfe

Bahnhof Leipzig Schönefeld

  • Ehemalige Nutzungen
    • Erbaut: 1888 – 1907
    • Funktion: Verkehrswesen / Eisenbahn
  • Heutige Nutzungen
    • Durchgangsbahnhof, halb verlassen, halb Wohngebäude
    • nördliches Ende der Elisabeth-Schumacher-Str Nr.35, 04328 Leipzig 
  • Bahnhof Leipzig Schönefeld

Trafostation

  • Ehemalige Nutzungen
    • Erbaut: 1910
    • Funktion: Energieversorgung
  • Heutige Nutzungen
    • Kleinstes Museum der Stadt / Denkmal
    • Baukörper einer ehemaligen Transformatorenstation im Zeitgeschmack der Belle Époque
    • 04179 Leipzig, Blüthnerstr., Ecke Laurentiusstr./ Rathenaustr.
  • Trafostation

Thonwerk Fischer Calov

  • Ehemalige Nutzungen
    • Erbaut: 1886
    • Funktion: Ziegelei und Tonabbau
  • Heutige Nutzungen
    • Nur noch Tonabbau
    • Zwei Industriehallen in Klinkerbauweise mit Industrieverglasung und zwei Industrieschornsteine, ansonsten Brachland
    • 04288 Leipzig, Naunhofer Landstr. 9
  • Thonwerk Fischer Calov

Industriekultur im Leipziger Neuseenland

Kohlebahn Meuselwitz

Die Kohlebahn in Meuselwitz, knapp 30 km südlich von Leipzig, ist ein Anziehungspunkt für Bahnenthusiasten und Familien.

Die perfekt restaurierte, vollfunktionsfähige und fahrbereite Echtdampfbahn steht – nach Sonderfahrplan – zu Fahrten durch die Region oder in die Westernstadt bereit. 

Im technischen Museum erfährt man alles über die Historie und Bedeutung der Kohlebahn im Sächsischen Bergbau.

    Eine Modellbahn begeistert die kleinen und großen Besucher gleichermaßen.

    Im Kulturbahnhof und Lockschuppen trifft man sich zu spannenden Events wie z.B. zum jährlichen Bahnhofsfest oder zu den beliebten Westerntagen.

    www.kohlebahnen.de

    Entfernung vom HAUS IM SCHILF: 27 km

    • Mit dem Rad ≈ 1 h 25 Min
    • Mit dem Auto ≈ 35 Min

    Dampfsägewerk Großbothen

    Im alten Dampfsägewerk in Großbothen können Freunde alter Maschinen eine technische Besonderheit besichtigen. „Penelope“ ist das Highlight jeder Führung.

    Die historische Holz-Gattersäge ist zwar schon über einhundert Jahre alt und etwas langsamer als ihre modernen Nachkommen.

    Nach ihrer liebevollen und aufwändigen Restaurierung „vergattert“ Penelope aber wieder wie am ersten Tag mächtige Baumstämme zu massiven Brettern, aus denen dann hochwertige Möbel gefertigt werden.

    Dampfsägewerk Großbothen >

    Freiherrlich Lorenz'sche Zuckerfabrik

    Anfang des 19. Jahrhunderts errichtete Friedrich von Lorenz auf seinem Rittergut die Lorenz`sche Zuckerfabrik.

    Sie war damals eine technische Pionierleistung. Als Versuchsfabrik sollte sie interessierten Unternehmen offenstehen und sie zu weiteren Gründungen anregen. Dafür gab es vom sächsischen Staat finanzielle Privilegien.

    Tatsächlich wurde die Anlage zum Vorbild und Ausgangstyp aller späteren Rübenzuckerfabriken.

    Heute ist die Lorenz’sche Zuckerfabrik die älteste erhaltene dieser Art und für Freunde historischer Architektur und Industrietechnik gleichermaßen interessant.

    Freiherrlich Lorenz'sche Zuckerfabrik

    Museum Steinarbeiterhaus Hohburg

    Im „Porphyrhügelland an der Mulde“ wird seit dem 19. Jahrhundert der harte Quarzporphyr abgebaut und zu Pflastersteinen und Schotter verarbeitet. Um die Relikte des traditionellen Steinbruchbetriebes zu erhalten, wurde 1980 mit dem Aufbau dieses Spezialmuseums begonnen.

    Das Häusleranwesen stammt aus dem Jahr 1802 und ist fast unverändert geblieben. Hier bekommt man einen authentischen Eindruck von den Wohn- und Arbeitsverhältnissen der Steinarbeiterfamilien. Auch die Entwicklung der Steinindustrie von der schweren Handarbeit bis zum Bau der Schotterwerke wird hier anschaulich präsentiert.

    Eine fahrbare und voll funktionsfähige Steinbrecheranlage ist hier ebenso zu bewundern wie weitere „High-Tech“ aus der damaligen Zeit; darunter eine Lokomobile von 1907, eine Feldbahn mit Kipploren, diverse Zugmaschinen sowie Straßenwalzen und Bohrraupen.

    Steinarbeiterhaus Hohburg

    Brecherwerk Baruth

    Das Brecherwerk in Baruth ist ein einzigartiges technisches Denkmal der Baustoffherstellung und Basaltverarbeitung im letzten Jahrhundert. Die Gebäude und funktionsfähigen Maschinen stammen noch aus der Ursprungszeit nach 1930. Auch die 300 m lange Feldbahn bis zur Beladerampe am ehemaligen Reichbahngleis ist bis heute erhalten geblieben.

    Ein Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die gesamte Anlage zu erhalten und erlebbar zu machen. Förderer und Helfer sind sehr willkommen. Eine Besichtigung ist nach telefonischer Anmeldung möglich.

    Brecherwerk Baruth

    Energiefabrik Knappenrode

    Der Wandel der Industrielandschaft ist auch in der Energiefabrik Knappenrode spannend zu erleben. Hier, inmitten der heutigen Seenlandschaft, wurde jahrzehntelang Energie aus der Lausitzer Braunkohle gewonnen. Einige der mächtigen alten Maschinen sind noch vorhanden und betriebsbereit. Dreimal am Tag setzen sie sich wieder in Bewegung und lassen eine hundertjährige Industriegeschichte aufleben.

    Vom 22 Meter hohen Treppenturm hat man einen wunderbaren Ausblick auf die sich wandelnde Bergbaufolgelandschaft. Spannende Erlebnisangebote verbinden Industriegeschichte und Freizeitspaß.

    Energiefabrik Knappenrode

    Erfahren Sie mehr über die spannende Entstehung des Leipziger Neuseenlandes, entdecken Sie Leipzig oder den Hainer See: 

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